Nahezu 80% der Erwachsenen bekommen irgendwann einmal Hämorrhoiden. Dabei handelt es sich um eine Vergrößerung eines blutreichen Gefäßpolsters im Analkanal, das ursprünglich einer besseren Abdichtung dient. Diese Vergrößerung kann bis zu einem schwammigen Vorfall der Analhaut und Schleimhaut führen. Wir unterscheiden verschiedene Stadien.

Hämorrhoiden I. Grades: Sie prolabieren nicht, sind also äußerlich nicht sichtbar. Hauptsymptom ist die hellrote Blutung, meist ausgelöst durch den Stuhlgang.

Hämorrhoiden II. Grades: Beim Pressen (Stuhlgang) fallen sie vor, ziehen sich danach aber spontaner zurück. Auch sie können bluten. Der Vorfall führt zu Schleimabsonderungen und Stuhlschmieren mit Verschmutzung der Unterwäsche und Ekzemen mit Juckreiz, teilweise auch zu Schmerzen.

Hämorrhoiden III. Grades: Der Vorfall bildet sich nicht spontane zurück, meist ist eine manuelle Reposition erforderlich. Die Symptome wie bei II. gradigen H. werden stärker.

Hämorrhoiden IV. Grades: Der fixierter Vorfall ist nicht mehr zu reponieren. Die Symptome werden stärker. Der Schließmuskel zeigt oft eine Schwächung.

Vom Hämorrhoidalleiden sprechen wir erst, wenn Beschwerden auftreten. Diese können sein:
Blutung
Nässen und Schmieren mit Beschmutzung der Unterwäsche
Juckreiz
Gefühl der unvollständigen Stuhlentleerung
Spürbarer und sichtbarer Vorfall der Schleimhaut

In der Regel sind Hämorrhoiden nicht schmerzhaft. Lediglich durch Einklemmung und Stauung kann es zu sehr schmerzhafter Schwellung und Thrombose kommen. Man sieht und tastet dann einen schmerzhaften, relativ harten Knoten.